Save your bike, die Wahl des richtigen Schlosses
Was sollte man beim Kauf eines Fahrradschlosses beachten?
Wer ein Fahrrad sein Eigen nennt wird sich sicher schon eine ganz bestimmte Frage gestellt haben: Wie schütze ich meinen Drahtesel vor Dieben? Immerhin wurden beispielsweise in Österreich seit 2005 mehr als 121.000
Fahrräder gestohlen, gerade mal 5 % davon konnten aufgeklärt werden. Wer sein Fahrrad schützen will, sollte über die Anschaffung eines passenden Schlosses nachdenken. Dieser Ratgeber will den Fahrradbesitzer bei der Kaufentscheidung des passenden Schlossen unterstützen.
Fahrradschlossarten
Bügelschloss
Ein Bügelschloss ähnelt von der Funktionsweise her einem Vorhängeschloss und bietet den wohl höchsten Schutz vor Fahrraddiebstählen. Durch den Aufbau ihrer Bügel sind sie gegen Durchtrennen oder den Einsatz von Eissprays resistent. Sie ermöglichen es wahlweise auch das Fahrrad an festen Gegenständen wie Laternen zu befestigen, wodurch es vor Davontragen geschützt ist. Ein Nachteil dieser Schlossart ist ihr relativ hohes Gewicht.
Faltschloss
Der Vorteil dieser Schlossart ist ihre hohe Flexibilität, da sie einfach zusammengefaltet werden kann. Dadurch ist sie im Vergleich zu anderen Varianten leicht zu transportieren und zu verstauen bei maximaler Sicherheit. Demnach eignen sie sich sehr gut für preislich hochwertige Rennräder.
Kettenschloss
Die schweren Kettenschlösser ähneln den Bügelschlössern, sind aber durch ihre dünneren Kettenglieder leichter zu durchtrennen.
Kabelschloss
Die mit Kunststoff ummantelten Stahlseile sind sehr flexibel, bieten aber in der Regel wenig Schutz vor dem Durchtrennen. Ausnahme sind die unflexibleren, aber robusteren Panzerkabelschlösser.
Steckschloss
Diese Schlösser sind im Grunde einfache Blech- oder Metallstifte, die in die Speichen eingeführt werden. Sie sind dementsprechend relativ leicht zu demontieren und können auch nicht vor einfachem Wegtragen des Fahrrades schützen.
Sicherheitsstufen
Um Kunden den Kauf eines passenden Fahrradschlosses zu erleichtern, teilen einige Anbieter ihre Schlösser in Sicherheitsstufen ein. Dabei gilt: Je höher die Stufe, umso sicherer soll das Schloss sein. Schlösser mit Sicherheitsstufe im zweistelligen Bereich sollen nur von Profis geknackt werden können.
Kostenfrage
Wie viel ein Radfahrer für sein Schloss ausgeben will, hängt letztendlich von mehreren Faktoren ab. Im Allgemeinen gilt: Je teurer und leichter ein Fahrrad ist, umso wahrscheinlicher wird es auch geknackt und weggetragen. Als Faustregel hat sich hier etabliert, dass die Kosten für das Schloss etwa 10 % des Fahrradwertes entsprechen sollen.
Eine wichtige Rolle spielt auch der Standort des Fahrrades. Wer ein teures Fahrrad nachts an einem gut besuchten Bahnhof abstellt, sollte über die Anschaffung eines sicheren Bügelschlosses nachdenken. Wer dagegen im Dorf wohnt und ein sehr altes Fahrrad besitzt, muss vielleicht weniger tief in die Tasche greifen.
